Teilprojekt Oldenburg: Aufmerksamkeit und Gedächtnis

Aktuellen Studien zufolge beeinflusst das Spielen eines Instruments nicht nur musikalische, sondern auch nicht-musikalische Fähigkeiten. Neben Studien zu Auswirkungen des Erlernens eines Instruments auf eher globale kognitive Fähigkeiten, wie z.B. die Intelligenz, existieren zudem auch eine Vielzahl an Studien, die einen positiven Zusammenhang in spezifischeren kognitiven Fähigkeiten beschreiben. Hierzu zählen Untersuchungen zum verbalen, visuellen und räumlichen Denkvermögen (vgl. Rauscher et al., 1997; Gruhn et al., 2003; Ho et al., 2003; Jakobson et al., 2003; Schellenberg, 2003 & 2006; Brochard et al., 2004; Degé et al., 2009).

Vor diesem Hintergrund untersucht das Teilprojekt Oldenburg in einer Längsschnittstudie mit Kontrollgruppen-Design die Auswirkungen der Musikerziehung auf die spezifischen kognitiven Variablen Aufmerksamkeit, Lernfähigkeit und Gedächtnis. Es wird erwartet, dass sich das Erlernen eines Instruments positiv auf die Leistungskennwerte der drei Variablen auswirkt.

Die gewonnenen Daten werden gemeinsam mit den von der Universität Frankfurt erhobenen Variablen zur Emotionalität in Beziehung gesetzt und mit weiteren Variablen zum sozioökonomischen Status und Migrationshintergrund analysiert.